Die BürgerEnergie Mettmann eG (BEM) bereitet gemeinsam mit der Sonnenernte GmbH aus Overath die Realisierung einer Agri‑Photovoltaikanlage in Mettmann vor. Das Projekt befindet sich aktuell in der Planungsphase, setzt jedoch bereits jetzt ein starkes Zeichen für die Chancen einer regionalen und nachhaltigen Energieerzeugung unter Beteiligung der Bürgerschaft.
Die geplante Agri‑PV‑Anlage ermöglicht es dem beteiligten Landwirt, rund 85 % seiner bisherigen Anbaufläche weiterhin zu bewirtschaften, während gleichzeitig erneuerbarer Strom erzeugt wird. Die Kombination aus Landwirtschaft und Photovoltaik schafft damit einen doppelten Nutzen: stabile landwirtschaftliche Erträge und klimafreundliche Energieproduktion.
„Mit diesem Projekt zeigen wir, dass Energiewende, Landwirtschaft und Bürgerbeteiligung keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig ergänzen können. Die BEM übernimmt hier bewusst die Rolle des Enablers, damit die Menschen in Mettmann an einem großen Zukunftsprojekt vor der eigenen Haustür teilhaben können“, erläutert Ingo Harmsen, Vorstand der BEM.
Ein zentraler Baustein des Projekts – und politisch ausdrücklich gewollt – ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an dem Vorhaben. „Als dieses Anliegen geäußert wurde, ist die BEM mit der Idee einer direkten Projektbeteiligung auf uns zugekommen. Wir waren davon nach einem ersten Gespräch sofort überzeugt“, erläutert Sebastian Worms, Senior Projektleiter der Sonnenernte GmbH. Mit bis zu 10 % Anteil wird die BEM zum Wegbereiter für eine örtliche Bürgerbeteiligung. Die Menschen in Mettmann erhalten damit die Möglichkeit, erstmals an einem regionalen Großprojekt direkt zu partizipieren und wirtschaftlich zu profitieren. Die konkrete Ausgestaltung des Beteiligungsmodells wird im weiteren Planungsverlauf entwickelt. Ein entsprechender Vorvertrag zwischen den beiden Parteien wurde vor kurzem unterzeichnet.
„Die Zusammenarbeit mit Sonnenernte ist ein wichtiger Schritt für die regionale Energiewende. Dass die Wertschöpfung zu einem bedeutenden Teil in Mettmann und vollständig in NRW bleibt, ist uns ein besonderes Anliegen. Wir schaffen ein Projekt, das ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich breit verankert ist“, ergänzt Thorsten Arkenau, Vorstand der BEM.
Der nächste Schritt ist der Aufstellungsbeschluss der politischen Gremien und der Stadt Mettmann. Mit ihrer Unterstützung kann das Projekt in die nächste Planungsphase starten und nach der Realisierung einen wichtigen Beitrag zur lokalen Energieproduktion leisten.
